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Japan – Studienreise

Als sich mir die Chance auf eine Kurz-Studienreise nach Japan bot, habe ich sofort zugegriffen.  Da ich mir gern einen Eindruck davon machen wollte, was dies, uns oft so fremd erscheinende Land ausmacht.

Ich machte mich mit einer Reisegruppe des Studienreisen-Veranstalters  Studiosus auf den Weg von Frankfurt nach Tokio.

Nach 10 Stunden Flug und  einer Zeitverschiebung von acht Stunden kamen wir am folgenden Morgen an. Im Ballungsraum von Tokio leben rund 30 Millionen Menschen. Der Weg vom Flughafen in die Stadt führte durch die sich aneinander reihenden Stadtzentren mit immer neuen Hochhausvarianten. Unser modernes Hotel bot nicht nur hohen Komfort und zentrale Lage, von unserem Zimmer im 33 Stockwerk hatten wir auch einen atemberaubenden Blick über einen Teil der Stadt bis hin zum Fuji. Die erste Stadtbesichtigung führte uns  die zwei sehr unterschiedlichen Aspekte des japanischen Lebens vor. Wir besuchten den Asakusa Tempel, einen der beliebtesten Tempel Tokios. Auf dem Areal befindet sich sowohl ein buddhistischer Tempel als auch ein shintoistischer Schrein. Die meisten Japaner leben mit diesen beiden Religionen,  was ihrer Grundeinstellung zum Leben „sowohl als auch“ entspricht und sich in vielen Lebenssituationen zeigt. Umgeben ist der Asakusa Tempel von einer Passage mit Kleinstbetrieben, die Gebäck noch in Handarbeit herstellen und verkaufen,  man kann also bei Produktion zuschauen. Anschließend ging es zurück in die Moderne, wir besuchten den erst dieses Jahr fertiggestellten Skytree, den mit   450m der höchsten Fernsehturm der Welt. Auf 350 m befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus man einen fantastischen Blick hat. Was erstaulich ist, Tokio wirkt trotz seiner Masse an Hochhäusern,  Straßen, Autos und Menschen nicht hektisch. Es wird nicht gehupt, geschubst  oder gedrängelt und diese Rücksicht kommt dann allen zu Gute.

Das Ziel unseres Ausfluges am nächsten Tag war Nikko, es liegt in großartiger Berglandschaft, die besonders im Herbst zur Zeit der Laubfärbung die Besucher anzieht. Hier befindet sich die wunderbare Schreinanlage des ersten Tokugawa-Shoguns Ieyasu (1543-1616),  die die Macht der Tokugawa demonstrieren und zementieren sollte. Wir hatten Glück, die Sonne schien auf die schneebedeckten Tempel und wir konnten ein Brautpaar beobachten, dass hier nach Shinto-Ritus getraut wurde. Nach der Besichtigung führte uns der Weg zum höchst gelegenen See Japans,  er entstand durch die Verstopfung eines Flusses durch den Lavastrom des Vulkans. Er liegt auf 1271 m über dem Meer und die Fahrt hinauf durch  26 Haarnadelkurven war ein aufregendes Erlebnis. Auf dem Rückweg machten wir noch Halt an einem Wasserfall bevor wir Gelegenheit hatten, das in Japan perfekt organisierte Verkehrssystem zu testen. Mit der Regionalbahn, dem Schnellzug, der  S- und U-Bahn kamen wir auf die Minute pünktlich in Tokio, nur 5 Minuten entfernt von unserem Hotel wieder an.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach  Westen. Die Sonne schien und mittags wurde es bis 18 Grad warm. Am Strand von Kamakura schauten wir den Wellenreitern zu, bevor wir den 686  gegründeten  Hase-dera Tempel besuchten, der von einem wunderschönen Garten umgeben ist und einen tollen Ausblick aufs Meer bietet. Die Japaner kommen zu dieser Tempelanlage, um für die Seelen der totgeborenen und abgetriebenen Kinder zu beten. Ein nationales Heiligtum ist der große sitzende Buddha in Kamakura.  Ein Höhepunkt der Reise war die Zeit, die wir in einem Ryonkan verbracht haben. In diesen Gasthäusern verbringen die Japaner gern die Wochenenden.  Die Ausstattung der Zimmer ist japanisch, d.h. man sitzt und liegt auf dem Boden, tagsüber werden die Betten in den Zimmern weggeräumt und erst zur Nacht fertig gemacht. Während des Aufenthalts tragen die Gäste Kimonos. In der Thermalregion von Hakone verfügen die Ryonkans  alle über ein „Onsen“ – hier wird nach Geschlechtern getrennt und festem Ritus das Bad genommen, eine sehr entspannende Angelegenheit. Am Abend dann ein traditionelles japanisches Abendessen. Man sitzt auf  dem Boden an niedrigen Tischen, es werden immer wieder neue Schälchen und Teller mit typischen japanischen Gerichten, meist auf Fischbasis, aufgetragen. Aber nicht nur was auf den Teller kommt ist von Bedeutung, ein großes Augenmerk liegt auf der Optik der Gerichte. Auch das Frühstück am nächsten Morgen war traditionell japanisch, was heutzutage wegen des Zeitmangels auch in Japan nicht mehr oft serviert wird. Für manchen Europäer ist dieses deftige Frühstück mit gebratenem Fisch, Misosuppe und vielen Beilagen sowie grünem Tee allerdings eine Herausforderung, daher ist es gut, dass in den meisten Hotels auch  kontinentales  Frühstück angeboten wird.

Am nächsten Tag hatten wir etwas Pech, es regnete und so war die Sicht beim Besuch im Schwefel Tal sehr eingeschränkt. Trotzdem sahen wir die Schwefeldämpfe und das mit 80° aus der Erde sprudelnde Wasser und natürlich fuhren wir nicht weiter bevor wir nicht die berühmten und Gesundheit versprechenden schwarzen Eier, die im Schwefelbad gekocht sind, probiert hatten. Wir hatten gehofft bei unserer Fahrt über den Ashi See den mächtigen Kegel des Fuji zu sehen, aber wie so oft zeigte er sich nicht.

Zurück in Tokio warfen wir uns noch einmal mit aller Macht ins moderne Leben. Nach einem  Bummel über die Einkaufsmeile Omotesando,  besuchten wir noch das moderne Rathaus von dessen beiden frei zugänglichen Türmen man wieder einmal einen Panoramablick über diese faszinierende Stadt hat. Der abendliche Spaziergang führ e uns zum Kabukicho  mit seinen vielen  Neonreklamen. Hier befinden sich, die aus Filmen bekannten, quer über die Kreuzung führenden riesigen Zebrastreifen. Trotz der vielen Menschen und Autos kommt keine Hektik auf. Nach einem typisch japanischen Abendessen machen wir noch das, was die Japaner gern zur Entspannung tun,  wir mieteten uns einen Karaoke Raum und sangen mit wachsender Begeisterung gemeinsam die Hits der letzten 30 Jahre.

Fazit: Wir haben in kurzer Zeit viel gesehen, erfahren und erspürt.  Alle sind sich einige, wir wollen gern wiederkommen und eine ausführliche Rundreise machen, um weiter einzutauchen in das japanische Leben – denn Japan macht etwas mit einem , es berührt die Seele ohne dass man genau benennen kann, was es ist.

Unserem Reiseleiter ist es gelungen uns in die japanische Denkweise einzuführen und ein Gefühl dafür zu bekommen, was das japanische Leben ausmacht.

Wenn ich Sie neugierig auf Japan machen konnte, sprechen Sie mich gern an.

Petra Emich

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